Chronik

 

Im Herbst 1924 wurde in Hesborn eine Blaskapelle gegründet, nachdem schon um 1907 in Form eines Spielmannszuges auf Vereinsebene musiziert worden war. In den Gründungsstatuten hieß es u.a.:
Zweck des Vereins ist zunächst die Liebe der einzelnen Mitglieder durch engeren Anschluß aneinander zu betätigen und zu stärken und die Musik nach Kräften zu fördern.Angesichts knapper Finanzmittel gestaltete sich gerade in den Anfangsjahren die Beschaffung von Musikinstrumenten äußerst schwierig. Von der Medeloner "Polterkapelle" konnten für 300 Reichsmark gebrauchte Instrumente erworben werden. Der Erlös einer Verlosung im Dorf half den Vereinsmitgliedern, die auch selbst tief in die eigene Tasche greifen mußten, das nötige Geld aufzubringen. Weitere Musikinstrumente konnte man in Bromskirchen bei einem heute nicht mehr existierenden Musikverein leihen. Hier fand man bei einem Musikkollegen namens Lache großes Verständnis und die nötige Unterstützung.

In den Gründungsjahren verband die Musikkapellen Deifeld und Hesborn ein freundschaftliches Verhältnis, was dazu führte, daß der Kapellmeister Max Sanden aus Deifeld auch in Hesborn die ersten Probestunden abhielt. Er wurde über die Entfernung von mehr als 20 km mit einem Pferdefuhrwerk zu den Probestunden abgeholt und auch so wieder nach Hause gebracht. Bei "Schlappers" fanden die ersten Übungsstunden statt, dann ging es reihum zu den anderen Vereinsmitgliedern. Auch die weitere Vereinsentwicklung wurde häufig von Schwierigkeiten begleitet. Als die Kapelle wieder einmal in finanziellen Nöten steckte, fand man in dem damaligen Förster Franz Berkenkopf (Brak) die notwendige Unterstützung. Er ließ die Musiker Fichten am "Winterberger Köppchen" fällen, für den Lohn wurden dann Musikinstrumente erworben. Nach dem Krieg sammelten die Vereinsmitglieder im nordhessischen Neukirchen Erbsen und Getreide, um damit Noten einzutauschen. Eigens zu dieser Aktion waren auch Musiker aus Mettmann nach Hesborn gekommen, die zudem noch kostenlos untergebracht werden mußten.

Die bisherigen Ausführungen beruhen auf mündlichen Überlieferungen, da das vor liegende Protokollbuch erst am 12. Dezember 1955 begonnen wurde.

Soweit aus dem Buch: Hallenberg, aus der Geschichte und Gegenwart der Nuhnestadt BD 2 - S.423


Namensherkunft
Der ursprüngliche Name des Vereins lautete "Musikverein Concordia Hesborn". 1960 bekam der Verein Ärmelabzeichen geschenkt. Diese trugen neben einem Hirschkopf mit Kreuz den Schriftzug, "Jägerkapelle Hesborn", der auch heute noch seine Gültigkeit hat.

Übungsräume
In den Anfangsjahren fanden die Proben, wie bereits erwähnt bei den verschiedenen Vereinsmitgliedern statt. Später wurde im damaligen Vereinslokal "Gasthof zur Post" geprobt. Seit etwa 1980 nehmen die Musiker in der alten Grundschule einen Raum für die Proben in Anspruch

Auftritte
Die Jägerkapelle Hesborn, die heute etwa 35 Aktive zählt, ist aus dem Dorfleben nicht wegzudenken. Auftritte bei Prozessionen, Erstkommunion, Kinderschützenfest, Erntedank gehören in den Terminkalender der begeisterten Musiker. Selbstverständlich dürfen Auftritte bei verschiedenen Schützenfesten nicht fehlen.


Highlights
Ein Höhepunkt für die Hesborner und ihre Gäste ist das Weihnachtskonzert, das am jährlich am 2. Weihnachtstag stattfindet. Unser Repertoire enthält neben anspruchsvoller Polka- und Marschmusik sowie klassischen Walzern, auch moderne Filmmusiken, Operetten, Auszüge aus Musicals usw..

Ältere Bilder
Weihnachtskonzert 2009

 

 

Webmaster-Elite.de - Free Templates Downloaden
Designed by Webmaster-Elite.de :: © Copyright 2016 by Jägerkapelle Hesborn