Chronik

Musik seit 1924

Gründungsgeschichte

Chronik der Jägerkapelle Hesborn

Auszüge aus: “Hallenberg, Geschichte und Gegenwart der Nuhnestadt BD 2“
Teilweise mündliche Überlieferung

Aufnahme von 1940 - Otto Kesting, Hubert Thiele, Anton Mörchen, Wilhelm Berkenkopf, Bernhard Vogt, Josef Niggemann (Oben v.l.) Josef Studen, Josef Stanka, Bruno Guntermann , Josef Lefarth, Josef Harbeke, Lehrer Schulte (Mitte v.l.) Hubert Hillebrand sen., Julius Lefarth (Vorne v.l.)

In den Gründungsjahren verband die Musikkapellen Deifeld und Hesborn ein freundschaftliches Verhältnis, was dazu führte, dass der Kapellmeister Max Sanden aus Deifeld auch in Hesborn die ersten Probestunden abhielt. Er wurde über die Entfernung von mehr als 20 km mit einem Pferdefuhrwerk zu den Probestunden abgeholt. Bei "Schlappers" fanden die ersten Übungsstunden statt, dann ging es reihum zu den anderen Vereinsmitgliedern.

Auch die weitere Vereinsentwicklung wurde häufig von Schwierigkeiten begleitet. Als die Kapelle wieder einmal in finanziellen Nöten steckte, fand man in dem damaligen Förster Franz Berkenkopf (Brak) die notwendige Unterstützung. Er ließ die Musiker Fichten am "Winterberger Köppchen" fällen und für den Lohn wurden dann Musikinstrumente erworben. Nach dem Krieg sammelten die Vereinsmitglieder im nordhessischen Neukirchen Erbsen und Getreide, um damit Noten einzutauschen.

Im Jahr 1978 trat die Kapelle dem technischen Hilfswerk bei. Die Musiker erhielten blaue THW-Uniformen und wirkten fortan bei verschiedenen festlichen Anlässen des THWs musikalisch mit. 1991 wurde die Mitgliedschaft wieder beendet. Die Farbe der Uniformen wechselte zurück zu „grün“.

Seit dem Jahr 1981 spielen Frauen in der Jägerkapelle mit. Derzeit besteht die Jägerkapelle zu mehr als einem Drittel aus weiblichen Mitgliedern.

Im Herbst 1924 wurde in Hesborn von 8 jungen Männern eine Blaskapelle gegründet, nachdem bereits schon um 1907 in Form eines Spielmannszuges auf Vereinsebene musiziert wurde.

Die Gründungsmitglieder waren Wilhelm Berkenkopf (Storches) – Althorn; Felix Steden (Peites) – Tuba; Theodor Thiele (Thielen) - gr. Trommel; Hubert Thiele (Thielen) – Tenorhorn; Franz Niggemann (Schlappers) – Althorn; Josef Niggemann (Fischers) – Flügelhorn, Anton Mörchen, (Sammes) – Tenorhorn; August Jungmann (Suren) - gr. Trommel.

Angesichts knapper Finanzmittel gestaltete sich gerade in den Anfangsjahren die Beschaffung von Musikinstrumenten äußerst schwierig. Von der damaligen Medeloner "Polterkapelle" konnten für 300 Reichsmark gebrauchte Instrumente erworben werden. Weitere Musikinstrumente konnte man in Bromskirchen bei einem heute nicht mehr existierenden Musikverein leihen.

Aufnahme von 1950
Aufnahme von 1950

Wissenswertes

Jägerkapelle - Seit der Gründung ein fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft


Namensherkunft


Der ursprüngliche Name des Vereins lautete "Musikverein Concordia Hesborn". 1960 bekam der Verein Ärmelabzeichen geschenkt. Diese trugen neben einem Hirschkopf mit Kreuz den Schriftzug "Jägerkapelle Hesborn", der auch heute noch seine Gültigkeit hat.

Übungsräume


In den Anfangsjahren fanden die Proben bei den verschiedenen Vereinsmitgliedern statt. Später wurde im damaligen Vereinslokal "Gasthof zur Post" geprobt. Seit etwa 1980 nehmen die Musiker in der alten Grundschule Hesborn einen Raum für die Proben in Anspruch. Im März 2012 wechselte die alte Schule in den Besitz der Familie Borbet, die der Jägerkapelle den Übungsraum freundlicherweise weiterhin zur Verfügung stellt.

Die Jägerkapelle heute

Jägerkapelle - Wir fördern unseren Nachwuchs


Aus den acht Gründungsmitgliedern im Jahr 1924 sind mittlerweile 50 aktive Musikerinnen und Musiker geworden. Bei vielen Ereignissen im Ort ist die Jägerkapelle musikalisch aktiv, so beispielsweise bei der Agathafeier der Feuerwehr, Prozessionen, beim Kinderschützenfest, Volkstrauertag, bei der Kommunion und der Hubertusmesse, bei Geburtstags- und Goldhochzeitsständchen, den Umzügen an Sankt Martin und Nikolaus. Weiterhin ist die Jägerkapelle bei den Schützenfesten in Alme, Wunderthausen, Westfeld und Liesen als Festkapelle tätig – teilweise schon seit fast 30 Jahren. Den jährlichen Höhepunkt bildet das Weihnachtskonzert am zweiten Weihnachtstag in der Schützenhalle Hesborn. Erstmals wurde das Weihnachtskonzert im Jahr 1986 unter dem damaligen 1. Vorsitzenden Bernhard Sander und dem damaligen Dirigenten Willi Guntermann veranstaltet. Ab dem Jahr 1991 gestaltete der Gemischte Chor Cäcilia Hesborn bis zu seiner Vereinsauflösung mit vielen verschiedenen Liedervorträgen das Weihnachtskonzert mit. Seit dem Jahr 2004 eröffnet das Jugendorchester der Jägerkapelle mit weihnachtlichen und anderen bekannten Stücken das Konzert. Mit einer Mischung aus traditionellen Märschen, Walzern und Polkas, modernen Gesangs- und Filmmusikstücken sowie Konzertstücken der konzertanten Blasmusik wird den Zuhörern in jedem Jahr ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Informationen über Mitgliedschaft und Beiträge

Die aktive Mitgliedschaft in der Jägerkapelle beginnt meist im Kindesalter ab etwa 8 Jahren mit dem Erlernen eines Blasinstrumentes. Passive Mitglieder (=fördernde Mitglieder) können dem Verein ab 18 Jahren beitreten. Für die Aufnahme als aktiver Erwachsener sind grundlegende musikalische Kenntnisse erforderlich und die Bereitschaft, ein Instrument zu erlernen. Der jährliche Beitrag für die passive Mitgliedschaft beträgt 8 Euro (bis zum 65. Lebensjahr, danach beitragsfrei). Eine Aufnahme ist jederzeit auf schriftlichen Antrag möglich.
Anträge erhalten Sie bei den Mitgliedern des Vorstands
Informationen zum Vorstand finden Sie hier
 

Nächster Termin

25.04.2020 Aktion saubere Landschaft, 26.04.2020 Erstkommunion

Jägerkapelle live

Saisonvorbereitung 2020

Nach unserer kurzen Probenpause bis Anfang Februar befinden wir uns aktuell in der Vorbereitung auf die Schützenfest-Saison 2020. In 1 bis 2 wöchentlichen Proben üben wir wieder einige musikalische Highlights ein und freuen uns schon riesig auf die kommenden Feste.

Kontakt

  • Jägerkapelle Hesborn
  • Bollerbergstraße 11
  • 59969 Hesborn
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